Themen für Bachelorarbeiten
Hintergrund: Zur Untersuchung der Habitatwahl sowie des Verhaltens und der Etablierung am Auswilderungsort sollen adulte und subadulte Flussperlmuscheln aus bestehenden Nachzuchtprogrammen mittels PIT-tags markiert und ihr Verhalten an der Auswilderungsstrecke untersucht werden. Dazu werden hydromorphologische und abiotische Parameter aufgenommen, um geeignete und ungeeignete Habitate zu beschreiben und somit Empfehlungen zu geeigneten Auswilderungsstandorten abzuleiten
Voraussetzungen: Outdoortauglichkeit und körperliche Belastbarkeit während der Feldarbeit
Zeitraum: ab Mai 2026
Ansprechpartnerin: Dr. Rebecca Höß
Im Rahmen des laufenden Forschungsprojekts „Einfluss von Biberdämmen auf die Habitatbedingungen und Lebensgemeinschaften in bayerischen Fließgewässern“ werden mehrere studentische Arbeiten (Bachelor- oder Masterarbeit, ggf. auch Projektarbeit) vergeben.
Durch den Bau von Dämmen und Burgen gestaltet der Biber (Castor fiber) seine Lebensräume aktiv und wird daher häufig auch als „Ökosystem-Ingenieur“ bezeichnet. Nach seiner Ausrottung im 19. Jahrhundert hat sich die Biberpopulation in Bayern nach einer Wiederansiedelung in den 1960er – 1980er Jahren inzwischen wieder gut erholt. Infolge der strukturellen Umgestaltung durch den Biber kann es sowohl zu positiven wie auch negativen hydrologischen und physikalischen Veränderungen in den Gewässern kommen – mit entsprechenden Effekten auf die aquatischen Lebensgemeinschaften. Ziel des Projekts ist es, diese Effekte empirisch zu untersuchen.
Je nach Interesse und Studienschwerpunkt können unterschiedliche fachliche Vertiefungen gewählt werden, unter anderem:
- Einfluss von Biberdämmen auf die Habitateignung von Fließgewässern für Muscheln
- Auswirkungen auf Fischhabitate, Fischgemeinschaften oder den Fischbestand
- Veränderungen der Makrozoobenthos-Gemeinschaften
- Vergleich der Effekte in Abhängigkeit der Landnutzungsintensität
Die Arbeit beinhaltet überwiegend ökologische Felduntersuchungen an Fließgewässern mit Bibervorkommen, ergänzt durch Labor- und Datenauswertungen. Die Erhebungen finden an verschiedenen Standorten in ganz Bayern statt.
Voraussetzungen: Tauglichkeit und Bereitschaft zur mehrtägigen Feldarbeit, auch unter wechselnden Witterungsbedingungen
Zeitraum: ab September 2026
Ansprechpartnerin: Dr. Rebecca Höß