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🌱⛏️ Wir wissen dass es Sommer ist, wenn die bodenkundlichen Geländeübungen stattfinden
Zu den Highlights gehörte dieses lehrbuchhafte Beispiel eines Bodenprofils mit Tonverlagerung: Die Studierenden konnten den deutlichen Texturunterschied (etwa 15 % mehr Ton) ertasten, Tonüberzüge im Gelände beobachten und wir fanden sogar Karbonate im unterlagernden Löss-Ausgangsmaterial. Die trockenen Bedingungen machten den hellen Eluvialhorizont besonders gut sichtbar, der in der modernisierten KA6-Klassifikation nun als El bezeichnet wird. Im Gegensatz dazu verdeutlichten die stärkeren Farben und das Polyedergefüge des Kt-Horizonts die Tonanreicherung.
Über dieses Profil hinaus untersuchten wir weitere Böden, die von Stauwasser und fortgeschrittener Versauerung geprägt sind, und erhielten so Einblicke in die Vielfalt und Komplexität bodenbildender Prozesse. Außerdem fanden wir einen fossilen B-Horizont, der zeigt, wie Gletscher über Lösssedimentation die Bodensysteme auch etwa 100 km von den glazialen Endmoränen im Alpenvorland entfernt neu geformt hat.
In diesem Jahr hatte ich die Freude, unseren Geländepraktikum zu organisieren, vier Studierendengruppen (insgesamt 60 Studierende) sowie die beteiligten Lehrenden zu koordinieren. Vielen Dank für diese bereichernde Erfahrung und die engagierte Teilnahme der Studierenden. Ich freue mich auf die nächsten Geländeübungen in den kommenden Wochen!
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