Zentrum für Alpine Waldwirtschaft
In den Alpen verstärkt der Klimawandel die Intensität und Häufigkeit von Naturgefahren wie Steinschlag, Überschwemmungen, Murenabgänge und Lawinen. Daher gewinnt die Schutzfunktion der Bergwälder zunehmend an Bedeutung, während die Wälder selbst durch Extremwetterereignisse und die daraus resultierenden großflächigen Waldschäden immer stärker unter Druck geraten. Zudem hat die wachsende Bevölkerung im Alpenraum — darunter Waldbesitzende, Naturschützende, Erholungssuchende und Weitere — sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Schutzwälder bewirtschaftet werden sollten, um dieser enormen Herausforderung zu begegnen. Im Zentrum für Alpine Waldwirtschaft (ZAW) führen wir klimatische, phänologische und baumphysiologische Beobachtungen, Modellierungen, Fernerkundung sowie sozioökonomische Analysen zusammen, um umfassende Einblicke darin zu gewinnen, wie der zunehmend gravierende Klimawandel die Schutzfunktion der Bergwälder verändern wird. Durch den Vergleich des streng geschützten Waldes im Nationalpark Berchtesgaden mit dem bewirtschafteten Wald im Gebiet der Zugspitze untersuchen wir außerdem, wie viel Bewirtschaftung erforderlich ist, um die Schutzfunktion alpiner Wälder zu erhalten und welche Auswirkungen es auf diese Schutzfunktion hätte, ein Waldgebiet aus der Nutzung zu nehmen.
Wir koordinieren das Zentrum und bearbeiten das Teilprojekt 1: Auswirkungen von Wetterextremen auf Baumwachstum und Phänologie.


Projektpartner an der TUM:
| Professur für Waldinventur und nachhaltige Nutzung Prof. Dr. Thomas Knoke |
| Lehrstuhl für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften Prof. Dr. Rupert Seidl |
| Professur für Earth Observation for Ecosystem Management Prof. Dr. Cornelius Senf |
| Professur für Tree Growth and Wood Physiology Prof. Dr. Richard Peters |
Ansprechpartner:
Laufzeit:
01.01.2026 - 30.06.2030