| Bearbeiter: | Helm, S.; Lubenau, C.; Weber-Blaschke, G.; Richter, K. |
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| Finanzierung: | EU (INTERREG), BayStMELF (Ko-Finanzierung Bayern) |
| Kooperationspartner: | Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München Land Vorarlberg, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Bregenz Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ILT) Landwirtschaftskammer Vorarlberg Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren und Pfarrkirchen Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH |
Landwirtschaftliches Bauen in regionalen Kreisläufen (INTERREG IV Bayern-Österreich)
Teilprojekt: Landwirtschaftliches Bauen mit Holz oder Stahl – Vergleich hinsichtlich Primärenergiebedarf und Treibhauspotenzial

Fotos: HFM / R. Rosin, S. Helm
Der Bausektor stellt ein großes Potenzial für Klimaschutzmaßnahmen und Ressourcenschonung dar. Bei landwirtschaftlichen Gebäuden ist die Art des Baumaterials ein maßgeblicher Faktor für die Höhe der Umweltauswirkungen. Ziel dieser Studie ist es, anhand eines Pilotprojektes funktionell gleichwertige Milchviehställe in Stahl- und in Holzbauweise hinsichtlich ihres Primärenergiebedarfs und Treibhauspotenzials mittels Ökobilanz-Methodik zu vergleichen. Die Substitution der Stahlprofile durch Holzprodukte führt zu einer Reduzierung des Primärenergiebedarfs um 36 % und des Treibhauspotenzials um 62 %. Die Ursachen beruhen maßgeblich auf der energieaufwendigen Herstellung von Stahl und der damit verbundenen Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Vorteile des Holz-einsatzes sind gleichermaßen bedingt durch den natürlichen Entzug von CO2 aus der Atmosphäre bei der Entstehung von Holz sowie durch die thermische Nutzung der gespeicherten Sonnenenergie am Ende des Lebenszyklus des Gebäudes. In der Holz-Variante des hier untersuchten Stalls sind 47 Tonnen Kohlenstoff gespeichert, dies entspricht 174 Tonnen CO2. Der Baustoff Holz kann somit durch sein vorteilhaftes Umweltprofil, zur Sicherung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung beitragen. Um zukünftig Architekten und Landwirten die Möglichkeit zu geben, die Umweltauswirkungen durch die Baustoffwahl zu optimieren, wurde ein Softwaretool entwickelt, welches eine vereinfachte und anwenderfreundliche Abschätzung des Primärenergiebedarfs und des Treibhauspotenzials landwirtschaftlicher Gebäude ermöglicht.
Laufzeit: 12/2010 - 12/2012
Bearbeitung: Forschungsgruppe Stoffstrommanagement am Lehrstuhl für Holzwissenschaft: Lubenau, Christel; Helm, Sabine; Weber-Blaschke, Gabriele; Richter, Klaus
Projektpartner:
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München
Land Vorarlberg, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Bregenz
Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB)
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Landtechnik und Tierhaltung (ILT)
Landwirtschaftskammer Vorarlberg
Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren und Pfarrkirchen
Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH

Projektgruppe in Vorarlberg, Foto: © SSM / Weber-Blaschke
Publikationen:
Helm, S.; Lubenau, C.; Weber-Blaschke, G.; Richter, K.; (2013): Landwirtschaftliches Bauen mit Holz oder Stahl. Verbundprojekt Bauen in regionalen Kreisläufen. Vergleich hinsichtlich Primärenergiebedarf und Treibhausgaspotenzial. Holzzentralblatt 48 (29.11.2013), 1190-1191.
Endbericht:
Teil 1:
Simon, J. et al. (2013): Landwirtschaftliche Nutzgebäude in Holzbauweise. INTERREG IV Bayern-Österreich. Landwirtschaft - Bauen in regionalen Kreisläufen. Hrsg. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB), Freising.
Teil 2:
Helm, S.; Lubenau, C.; Weber-Blaschke, G.; Richter, K.; (2013): Primärenergiebedarf und Treibhauspotenzial bei landwirtschaftlichen Nutzgebäuden. INTERREG IV Bayern-Österreich. Landwirtschaft - Bauen in regionalen Kreisläufen. Hrsg. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB), Freising.
Teil 3:
Blenk, M. et al.; (2013): Regionale Wertschöpfung. INTERREG IV Bayern-Österreich. Landwirtschaft - Bauen in regionalen Kreisläufen. Hrsg. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB), Freising.
LfL/Cluster Forst und Holz in Bayern/HFM; (2012): Landwirtschaft. Bauen in regionalen Kreisläufen. Wertschöpfung in der Region. INTERREG IV Bayern-Österreich. Landwirtschaft - Bauen in regionalen Kreisläufen. Hrsg. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB), Freising.
Finanzierung:

