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Zwei kommende Seminare im SoSe 2026: Partizipation und Ethik in der Landschaftsplanung
„Spezielle Fragen der Landschaftsentwicklung: Planungsethik“ ist ein nagelneues Seminar, in dem Studierende Fragen zu Gerechtigkeit und Ethik im Zusammenhang mit der räumlichen Planung identifizieren und kritisch bewerten. Ethische Aspekte und Gerechtigkeitsfragen werden in der Planung selten explizit behandelt und den Planungsentscheidungen zugrundeliegende Werte und Normen bleiben meist im Verborgenen. Dabei werden gerade mit der Raumplanung immer auch moralische Fragen aufgeworfen. Welche Ziele und Ideale sollten uns in der Landschaftsentwicklung leiten? Welche (moralische) Verantwortung tragen wir als Fachplaner*innen? Welche Fragen sozialer Gerechtigkeit werden dabei berührt? Und sollten wir über den Menschen hinaus nicht auch andere Lebewesen in diese Überlegungen miteinbeziehen?
In diesem Kurs werden wir über Normen, Werte und Moral anhand ausgewählter raumplanerischer Fallbeispiele diskutieren. Ziel dabei ist es, nach einer Analyse des Ist-Zustandes die dem Konflikt zugrundeliegende moralische Frage zu benennen, die vorhandenen Argumente zu analysieren, zu beurteilen und zu gewichten. In einem letzten Schritt sollen zur ethischen Entscheidungsfindung Fragen der Umsetzung in die Planung beleuchtet werden. Die Studierenden vermitteln ihr erworbenes Wissen durch die Produktion einer Podcast-Episode.
Kick-Off: Dienstag, 14.04.2026, um 13.00 Uhr. Mehr Info hier.
Das Seminar „Kommunikation und Partizipation in der Planung“ verbindet praktisches Training in Kommunikations- und Moderationstechniken mit theoretischem Hintergrund, um den Studierenden die Fähigkeiten zu vermitteln, Teilnehmende aktiv einzubeziehen und den Nutzen sowie über die Risiken partizipativer Planungs- und Gestaltungsprozesse kritisch zu reflektieren. Die Einbindung anderer ist für den Erfolg von Planung und Gestaltung von grundlegender Bedeutung. Dennoch kann bei Kommunikation und Partizipation einiges schiefgehen – und das ist oft der Fall.
Wovon hängt es ab, ob und wie unsere Planungen verstanden und umgesetzt werden? Welche Fähigkeiten benötigen Planer:innen, um ihre Gedanken und Konzepte so zu vermitteln, wie diese gedacht sind? Wie können wir sicherstellen, dass die Beteiligten oder Betroffenen, die Entscheidenden oder Mitwirkenden die Dinge voranbringen und nicht blockieren oder dagegen arbeiten? Wie vermeiden wir, dass sich an unseren Planungen die Meinungen spalten und politische Akteure diese instrumentalisieren. Wie gehen wir damit um, wenn es dennoch passiert?
In diesem Seminar können unter Eurer Mitwirkung Verständnis und Antworten entstehen für die Kernthemen der menschlichen Kommunikation. Mit theoretischen und fachlichen Inputs der Lehrenden, Übungen für Reflexion und Erfahren verschiedener Kommunikationsstrategien und Moderationstechniken, erarbeitet Ihr Euch Wissen und Kompetenz in gelingender Kommunikation und Partizipation.
Kick-Off: Dienstag, 21.04.2026, um 13.30 Uhr. Mehr Info hier.