| Bearbeiter: | Reith, E.; Knoke, T. |
|---|---|
| Finanzierung: | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt |
| Kooperationspartner: | Thünen-Institut für Waldökosysteme (Projektleitung) Helmholtzzentrum für Umweltforschung Julius-Kühn-Institut Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha/ ThüringenForst Ludwig-Maximilians-Universität München Technische Universität Dresden |
| Homepage: |
Regulus - SURVEY
Waldreallabore - Experimente, Synthese & Governance zur Optimierung des natürlichen Klimaschutzes in Waldökosystemen

Wälder sind unverzichtbar für den Klimaschutz, die Biodiversität und zahlreiche Ökosystemleistungen. Die Klimakrise verändert jedoch ihre Struktur und Funktion mit bislang unbekannter Dynamik. Um Wälder langfristig an den Klima- und Ökosystemwandel anzupassen, braucht es wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und gesellschaftlich akzeptierte Lösungen.
Das Projekt SURVEY entwickelt und erprobt ein überregionales Waldreallabor als Infrastruktur für inter- und transdisziplinäre Transformationsforschung. In einem Netzwerk aus Experimentalflächen im Harz und in Niederbayern werden unterschiedliche Bewirtschaftungsstrategien für den Umgang mit den geschädigten und anfälligen Fichtenwäldern untersucht. Digitale Zwillinge, Modellierungen und Syntheseplattformen ermöglichen es, regionale Erkenntnisse zusammenzuführen und Zukunftsszenarien zu analysieren. Zentrale Akteursgruppen werden aktiv in Ko-Kreation, Ko-Produktion und Ko-Evaluation eingebunden.
Im Teilvorhaben der Technischen Universität München steht die Auswertung ausgewählter Ökosystemleistungen sowie die Entwicklung eines integrierenden Bewertungssystems im Mittelpunkt. Untersucht werden unterschiedliche Waldmanagementstrategien im Spannungsfeld von Rohstoffbereitstellung, (Bio-)Ökonomie, Klimaschutz, Biodiversität und sozialen Anforderungen.
Ein zentraler Baustein ist die systematische Quantifizierung und Visualisierung von Zielkonflikten mithilfe von Pareto-Front-Analysen, um tragfähige und transparente Entscheidungsgrundlagen für den Wald der Zukunft zu schaffen.